Selbstbewusstsein – sich selbst bewusst sein

So nah und doch so fern. Jeden Tag stecken wir in unserem eigenen Körper und begleiten uns selbst durch den Tag. Es gibt keinen Moment im Leben, in dem wir uns selbst nicht die nähste Person sind. Wir sind die einzigen, die unsere Gefühle fühlen und unsere Gedanken denken können und trotzdem entfernen wir uns im Alltag mehr und mehr von uns selbst, wenn wir uns nicht aktiv bewusst machen, was in uns vorgeht.

Wenn ich dich nun fragen würde, wie nah du dir stehst, was wäre deine Antwort?
Manchmal passiert es, dass wir uns so weit von uns entfernen, dass wir nicht mehr definieren können, was wir wirklich wollen oder was uns Erfüllung bringt. In diesem Moment haben wir unsere tiefsten Bedürfnisse und Werte aus den Augen verloren und leben für das Außen.
Das ist der Moment in dem unser Ego so richtig aufblüht. Das Ego kannst du dir als den Teil im Verstand vorstellen, der ewig im Vergleich und im Kampf ist. Dein Ego suhlt sich in Schmerz und Trauer, mag Veränderungen gar nicht und ist super darin, den ganzen Tag zu meckern. Ich stelle mir mein Ego immer gerne als ein kleines zotteliges, grünliches Monster vor, das stetig vor sich hin brummt und meckert.
Dieses kleine Monster fängt richtig an Krach zu machen, wenn wir uns selbst nicht bewusst sind. Denn dann hat es genug Raum, um deinen Kopf mit all seinen Miseren zu füllen. Das Ergebnis? Unter anderem mangelndes Selbstbewusstsein, Ängste und Zweifel und das Gefühl nichts auf die Reihe zu bekommen.

Der Weg zu uns selbst zurück ist nicht weit und nur, weil wir uns gerade verloren haben, heißt es nicht, dass wir das nie wieder ändern können. Ganz im Gegenteil geht es sogar sehr schnell das eigene Bewusstsein zu erhöhen und das kleine zottelige Monsterlein zu beruhigen.

Was kannst du also tun?
Gerne erzähle ich dir, was ich tue, um mich selbst mehr zu fühlen und mein Bewusstsein zu steigern.

Zeit für mich 

Regel Nummer eins ist, dass du dir Zeit für die Dinge nehmen musst, derer du dir bewusst werden möchtest. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass du dir unbedingt Zeit für dich einplanen darfst. Darüber gibt es sogar bereits einen extra Beitrag.

Ich erlaube mir, mich zu fühlen

Kannst du dich fühlen? Oder weißt du nicht so richtig, wie du dich fühlst?
Dir bewusst zu sein bedeutet auch, dass du dir erlaubst, dich so richtig zu fühlen. Was geht in dir vor? Wie fühlt sich dein Körper, deine Seele und deine Energie an? Wie fühlt es sich an du zu sein? Wenn du möchtest, dann darfst du immer mal wieder eine kleine Übung machen, die dein Gefühlsbewusstsein stärken wird und die ich regelmäßig mache. Alle meine SeminarteilnehmerInnen werden diese Übung kennen:
Dazu setzt du dich einfach ganz bequem irgendwo hin. Du kannst dich in den Schneidersitz auf ein Kissen oder auf einen Stuhl setzen. Ganz egal. Erlaube dir in dieser Position anzukommen und fokussiere dich zu Beginn auf deinen Atem. Mir hilft es sehr, dass ich mich auf den Punkt konzentriere, der zwischen Ein- und Ausatmen liegt. Dieser Moment der absoluten Stille bringt sehr viel Ruhe mit sich. Wenn du in dieser Ruhe angekommen bist, dann gehst du Schritt für Schritt dein körperliches Gefühl ab. Wie fühlt sich dein Kopf, dein Hals, dein Bauch, die einzelnen Arme usw an. Nicht hetzen! Nimm jedes Körperteil einfach nur wahr und schenke dir diesen besonderen Moment. Du wirst merken, dass sich dein Körpergefühl mit der Zeit intensivieren wird.
Wenn du das beherrschst, wäre der nächste Schritt die energetische Wahrnehmung. Das ist aber zu tief, um es im Text zu beschreiben! Probier’s aus – es wirkt wahre Wunder

Ich kommuniziere von innen nach außen

Kommunizierst du von innen nach außen, oder von außen nach innen?
„Gute Frage“, denkst du wahrscheinlich. Achte mal ganz bewusst darauf, was deine Kommunikation auslöst und was genau du kommunizierst.
Schauen wir uns das mal anhand eines einfachen Beispiels an: Du unterhältst dich mit einer Freundin und sie spricht ein Thema an, das dir unangenehm ist. Was sagst du?
Eine Kommunikation, die intern startet, nimmt die externen Geschehnisse auf und würde genau das ausdrücken, was sich intern abspielt und somit die äußerlichen Bedingungen anpassen und als Ergebis davon im Inneren neuen Raum schaffen, in dem sich bewusste und fühlende Kommunikation entwickeln kann.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wenn deine Kommunikation extern startet, du ebenfalls wieder die externen Geschehnisse wahrnimmst, du dein internes Empfinden nicht ansprichst und so keinen Raum in deinem Inneren schaffst, in dem eine bewusste Kommunikation wächst. Stattdessen beamen wir uns in diesen Situationen wieder ins Ego und gelangen oftmals in den Verteidigungsmodus. Achte mal drauf 🙂